Arbeitsgruppe

Management von Informationssystemen im Krankenhaus

Die Arbeitsgruppe Management von Informationssystemen im Krankenhaus (MIK) beschäftigt sich mit dem strategischen, taktischen und operativen Management von Krankenhausinformationssystemen (KIS). Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte, empirische Erkenntnisse, Best Practices und innovative Ansätze für das Management einzelner Applikationen als auch für die gesamte Informationssystemarchitektur bereitzustellen.

Themen

Krankenhausinformationssysteme systematisch managen

Die Arbeitsgruppe entwickelt Konzepte für die Planung, Steuerung und Überwachung von Krankenhausinformationssystemen. Ziel ist ein leistungsfähiges Informationsmanagement, das Patientenversorgung, Forschung und Lehre gleichermaßen unterstützt und wirtschaftlich betrieben werden kann.

Methoden und Werkzeuge bereitstellen

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Evaluation von Methoden und Werkzeugen für das Informationsmanagement. Dazu gehören unter anderem Reifegradmodelle, IT-Benchmarking, Projektmanagement sowie Verfahren der strategischen Rahmenplanung für Krankenhausinformationssysteme.

Digitalisierung im Krankenhaus gestalten

Die Arbeitsgruppe begleitet die digitale Transformation von Krankenhäusern und beschäftigt sich mit der Einführung und Bewertung neuer digitaler Lösungen, beispielsweise Patientenportale, Digitalstrategien oder Konzepte für ein resilienteres IT-Management. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Best Practices für den praktischen Einsatz zusammengeführt.

Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördern

Die Arbeitsgruppe vernetzt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Krankenhauspraxis und Industrie. Durch Workshops, gemeinsame Projekte und den Austausch von Erfahrungen trägt sie dazu bei, innovative Ansätze für das Management von Krankenhausinformationssystemen weiterzuentwickeln und in die Praxis zu überführen.

Neuigkeiten

AG-Sitzung auf der GMDS-Jahrestagung

Im Rahmen der GMDS-Jahrestagung findet am 28. September von 12:30 bis 13:15 Uhr die Sitzung unserer Arbeitsgruppe statt.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Arbeiten und kommende Aktivitäten der AG. Geplant sind folgende Themen:

  • Vorstellung der MVP-Guideline zum IT-Ausfallmanagement

  • Ergebnisse des Workshops zu Patientenportalen vom März 2026

  • Ausblick auf den kommenden Aktivitäten und zukünftige Themen der AG

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und die Diskussion mit allen Interessierten.

Weitere Informationen

Ergebnisse
 

MVP-Guideline zum IT-Ausfallmanagement (MVP Guideline for IT Outage Management in Hospitals)
Die MVP-Guideline strukturiert das IT-Ausfallmanagement in Krankenhäusern von der Vorsorge über die Bewältigung eines IT-Ausfalls bis zur Rückkehr in den Normalbetrieb. Für die einzelnen Phasen beschreibt sie relevante Prozesse, Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen sowie einzusetzende Werkzeuge.

Digital Quality Framework
Das Digital Quality Framework (DQF) unterstützt die systematische Operationalisierung und Bewertung digitaler Reife. Es betrachtet hierfür das klinische Anwendungsfeld, das Informationsmanagement und das organisatorische Umfeld und verbindet diese mit Digitalisierungszielen und Indikatoren zur Erfolgskontrolle.

RGM Check
Der RGM (Reifegradmodell)-Check ist eine Checkliste zur kriteriengeleiteten Auswahl und Qualitätsprüfung von Reifegradmodellen. Er umfasst 29 Fragen zu neun Kriterien und kann sowohl bei der Auswahl bestehender als auch bei der Entwicklung von Reifegradmodellen unterstützen.



Publikationen
 

Hier geht es zu den Publikationen. 

Leitung der Arbeitsgruppe

Dr. Franziska Jahn

Dr. Franziska Jahn

Leitung

Leipzig

Annika Hering

Annika Hering

Stellvertretung

Osnabrück

Prof. Dr. Jan-David Liebe

Prof. Dr. Jan-David Liebe

Stellvertretung

Osnabrück

Dr. Christof Seggewies

Dr. Christof Seggewies

Stellvertretung

Erlangen

Tätigkeitsbericht

Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025

Am 07.09. wurden auf der Beiratssitzung in Jena die beiden Arbeitsgruppen „Klinische Arbeitsplatzsysteme (KAS)“ und „Methoden und Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemen (mwmKIS)“ in einer neuen Arbeitsgruppe zusammengeführt. Die Arbeitsgruppen mwmKIS und KAS hatten bereits in den vergangenen zwei Jahren eng zusammengearbeitet und gemeinsame Workshops durchgeführt.

Die neue Arbeitsgruppe MIK beschäftigt sich mit Themen des strategischen, taktischen und operativen Managements von Informationssystemen in Krankenhäusern und forciert dabei einen regen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Ein Ziel der neuen Arbeitsgruppe ist es, wissenschaftlich fundierte empirische Erkenntnisse, Best Practices und innovative Ansätze für das Management einzelner Applikationen als auch für die gesamte Informationssystemarchitektur bereitzustellen.

Im ersten Workshop der neuen Arbeitsgruppe bei der GMDS-Jahrestagung in Jena stand das Thema „IT-Ausfallmanagement“ im Fokus. Annika Hering (Hochschule Osnabrück) stellte zunächst die Ergebnisse einer Umfrage der Arbeitsgruppe zum Status Quo des IT-Ausfallmanagements vor. Anschließend demonstrierten Ingo Jung (Informationssicherheitsbeauftragter der Universitätsmedizin Frankfurt) und Christof Seggewies (Stellv. CIO und Leiter KIS, Universitätsklinikum Erlangen) in zwei Vorträgen, welche Strategien und Maßnahmen bei einem ungeplanten IT-Ausfall wirksam sind und im Sinne des Business Continuity Managements und des IT Service Continuity Managements vorab geplant und abgestimmt werden müssen. Ausgehend von den Vorträgen wurde im weiteren Verlauf des Workshops die Basis für eine MVP (Minimum Viable Product)-Guideline für das IT-Ausfallmanagement in Krankenhäusern erarbeitet. Diese wurde in weiteren Iterationen mit Vertreter:innen aus der Praxis konsolidiert.

Auf der EFMI Special Topic Conference im Oktober 2025 in Osnabrück veranstaltete die Arbeitsgruppe einen Workshop zum Thema „Implementation of digital patient portals – status quo, logic models, and best practices“. Ausgehend von Erfahrungsberichten zur Einführung von Patientenportalen in Krankenhäusern in Deutschland und Österreich wurde der Einsatz von Logic Models zur Strukturierung von Einführungsstrategien und zur evidenzbasierten Planung und Evaluation diskutiert.