Management von Informationssystemen im Krankenhaus
Die Arbeitsgruppe Management von Informationssystemen im Krankenhaus (MIK) beschäftigt sich mit dem strategischen, taktischen und operativen Management von Krankenhausinformationssystemen (KIS). Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte, empirische Erkenntnisse, Best Practices und innovative Ansätze für das Management einzelner Applikationen als auch für die gesamte Informationssystemarchitektur bereitzustellen.
Themen
Krankenhausinformationssysteme systematisch managen
Die Arbeitsgruppe entwickelt Konzepte für die Planung, Steuerung und Überwachung von Krankenhausinformationssystemen. Ziel ist ein leistungsfähiges Informationsmanagement, das Patientenversorgung, Forschung und Lehre gleichermaßen unterstützt und wirtschaftlich betrieben werden kann.
Methoden und Werkzeuge bereitstellen
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Evaluation von Methoden und Werkzeugen für das Informationsmanagement. Dazu gehören unter anderem Reifegradmodelle, IT-Benchmarking, Projektmanagement sowie Verfahren der strategischen Rahmenplanung für Krankenhausinformationssysteme.
Digitalisierung im Krankenhaus gestalten
Die Arbeitsgruppe begleitet die digitale Transformation von Krankenhäusern und beschäftigt sich mit der Einführung und Bewertung neuer digitaler Lösungen, beispielsweise Patientenportale, Digitalstrategien oder Konzepte für ein resilienteres IT-Management. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Best Practices für den praktischen Einsatz zusammengeführt.
Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördern
Die Arbeitsgruppe vernetzt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Krankenhauspraxis und Industrie. Durch Workshops, gemeinsame Projekte und den Austausch von Erfahrungen trägt sie dazu bei, innovative Ansätze für das Management von Krankenhausinformationssystemen weiterzuentwickeln und in die Praxis zu überführen.
Weitere Informationen
Tätigkeitsbericht
Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025
Am 07.09. wurden auf der Beiratssitzung in Jena die beiden Arbeitsgruppen „Klinische Arbeitsplatzsysteme (KAS)“ und „Methoden und Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemen (mwmKIS)“ in einer neuen Arbeitsgruppe zusammengeführt. Die Arbeitsgruppen mwmKIS und KAS hatten bereits in den vergangenen zwei Jahren eng zusammengearbeitet und gemeinsame Workshops durchgeführt.
Die neue Arbeitsgruppe MIK beschäftigt sich mit Themen des strategischen, taktischen und operativen Managements von Informationssystemen in Krankenhäusern und forciert dabei einen regen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Ein Ziel der neuen Arbeitsgruppe ist es, wissenschaftlich fundierte empirische Erkenntnisse, Best Practices und innovative Ansätze für das Management einzelner Applikationen als auch für die gesamte Informationssystemarchitektur bereitzustellen.
Im ersten Workshop der neuen Arbeitsgruppe bei der GMDS-Jahrestagung in Jena stand das Thema „IT-Ausfallmanagement“ im Fokus. Annika Hering (Hochschule Osnabrück) stellte zunächst die Ergebnisse einer Umfrage der Arbeitsgruppe zum Status Quo des IT-Ausfallmanagements vor. Anschließend demonstrierten Ingo Jung (Informationssicherheitsbeauftragter der Universitätsmedizin Frankfurt) und Christof Seggewies (Stellv. CIO und Leiter KIS, Universitätsklinikum Erlangen) in zwei Vorträgen, welche Strategien und Maßnahmen bei einem ungeplanten IT-Ausfall wirksam sind und im Sinne des Business Continuity Managements und des IT Service Continuity Managements vorab geplant und abgestimmt werden müssen. Ausgehend von den Vorträgen wurde im weiteren Verlauf des Workshops die Basis für eine MVP (Minimum Viable Product)-Guideline für das IT-Ausfallmanagement in Krankenhäusern erarbeitet. Diese wurde in weiteren Iterationen mit Vertreter:innen aus der Praxis konsolidiert.
Auf der EFMI Special Topic Conference im Oktober 2025 in Osnabrück veranstaltete die Arbeitsgruppe einen Workshop zum Thema „Implementation of digital patient portals – status quo, logic models, and best practices“. Ausgehend von Erfahrungsberichten zur Einführung von Patientenportalen in Krankenhäusern in Deutschland und Österreich wurde der Einsatz von Logic Models zur Strukturierung von Einführungsstrategien und zur evidenzbasierten Planung und Evaluation diskutiert. Eine Folgeveranstaltung ist für den 20. März 2026 in Leipzig geplant.