Als möglichen Lösungsansatz erläutert er dazu das Berufsbild des „ClInformaticians“ – doch leider zeigt er auch auf, dass es für eine solche berufliche Fokussierung derzeit in Deutschland leider noch nicht ausreichend große Incentives und Karrierepfade gibt. Er schließt mit den Worten:
„Damit die Krankenhäuser die digitale Transformation und KI-Einführung erfolgreich absolvieren, benötigen sie eine ärztlich geführte Brücke zwischen Medizin, Prozess und Technik. [Erst] das ClInformatician-Konzept mit einer strukturierten Weiterbildung, klinikseitig verankerte Verantwortung bei Digital-Oberärztinnen und-ärzten und eine strategische Führung durch eine oder einen CMIO machen aus Technik sichere, wirksame und nachhaltige Versorgung.“
Quelle: Hessisches Ärzteblatt Ausgabe 10/2026
Noch etwas stärker fokussiert auf die zukünftigen KI-Anwendungen in der Patientenversorgung stößt übrigens ein ebenfalls frisch erschienener Beitrag im Lancet Digital Health Journal „The clinician–artificial intelligence scientist: a proposed career pathway in medicine“ in ein sehr ähnliches Horn.
Beide Beiträge geben wichtige Impulse für die Diskussion über Rollen, Qualifikationen und Karrierewege in der digitalen Medizin.