In ihrer Dissertation entwickelte Frau Ashraf computergestützte Ansätze zur Erkennung und Analyse wiederkehrender genomischer Variationen in menschlichen Populationen. Dazu griff sie die Idee auf, genetische Variationen mithilfe von Pangenomgraphen darzustellen, die sich besonders gut für die Untersuchung komplexer Variationsformen eignen. Ihre Arbeit lieferte wichtige biologische Erkenntnisse, insbesondere hinsichtlich der Rolle der wiederkehrenden Inversionsbildung in krankheitskritischen Regionen. Der mit 1000 EUR dotierte Preis wurde während der German Conference on Bioinformatics GCB in Saarbrücken überreicht.
In der gemeinsamen Fachgruppe Bioinformatik (FaBI) sind rund 1200 Bioinformatikerinnen und Bioinformatiker aus Deutschland vereint, die Mitglieder der Fachgesellschaften DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.), GBM (Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V.), GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.), GI (Gesellschaft für Informatik e.V.), GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V.) oder VAAM (Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V.) sind. Sie vergibt jedes Jahr anlässlich der German Conference on Bioinformatics (GCB) den Dissertationspreis Bioinformatik.
Bild: Preisträgerin Dr. rer. nat. Hufsah Ashraf (links), FaBi-Vorsitzende Prof. Dr. Caroline Friedel (rechts)