Arbeitsgruppe

Therapeutische Forschung

Die Arbeitsgruppe Therapeutische Forschung beschäftigt sich mit aktuellen biometrischen Fragestellungen der klinischen Forschung und bietet eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zu innovativen statistischen Methoden, Studiendesigns und Verfahren der Evidenzbewertung.

Themen

Statistische Methoden für die klinische Forschung weiterentwickeln

Die Arbeitsgruppe diskutiert aktuelle biometrische Fragestellungen der klinischen Forschung und entwickelt methodische Ansätze für die Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien weiter.

Innovative Studiendesigns und Evidenz bewerten

Ein Schwerpunkt liegt auf Studiendesigns in speziellen Anwendungssituationen, generalisierte Evidenzsynthese sowie statistischen Verfahren für die Nutzenbewertung medizinischer Verfahren. Zukünftig soll außerdem die Bedeutung von Big Data in der klinischen Forschung werden. 

Wissen vermitteln und Methoden diskutieren

Die Arbeitsgruppe organisiert regelmäßig Workshops, Tutorien und Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen der klinischen Biostatistik. Ziel ist es, neue methodische Entwicklungen praxisnah zu vermitteln und gemeinsam zu diskutieren.

Wissenschaftlichen Austausch fördern

Die Arbeitsgruppe vernetzt Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Industrie, Behörden und weiteren Institutionen des Gesundheitswesens. Der fachübergreifende Austausch fördert die Weiterentwicklung biometrischer Methoden und ihre Anwendung in der therapeutischen Forschung.

Neuigkeiten

Workshop auf der ISCB GMDS 2026 Conference

Auch in diesem Jahr veranstalten wir auf der Jahrestagung einen Workshop.

Das Thema lautet: "Population-Adjusted Indirect Comparisons in the Framework of Health Technology Assessment"

Folgende Referentinnen und Referenten sind geplant:

  • David Phillippo (University of Bristol, Bristol Medical School, United Kingdom)
  • Sarah Böhme (Pfizer Pharma GmbH, Berlin, Evidence-generating Data Evaluation, Germany)
  • David Mc Connell (Trinity College Dublin, Department of Genetics, Ireland)

Weitere Informationen Zur ISCB/GMDS-Konferenz unter: ISCB GMDS 2026 Conference

Weitere Informationen

Mailverteiler

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Therapeutische Forschung“ werden regelmäßig per Email über aktuelle Aktivitäten der AG informiert. Wenn Sie auf die Verteilerliste aufgenommen werden möchten, bitten wir Sie um kurze Rückmeldung an die AG-Leiterin Anika Großhenning.


Videobeitrag

Interview mit Prof. Dr. Meinhard Kieser über die Aktivitäten und Ziele der Arbeitsgruppe

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Dr. Anika Großhennig

Dr. Anika Großhennig

Leitung

Hannover

Prof. Dr. Ralf Bender

Prof. Dr. Ralf Bender

Stellvertretung

Köln

Friedhelm Leverkus

Friedhelm Leverkus

Stellvertretung

Tätigkeitsbericht

Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025

Im Rahmen der 70. GMDS-Tagung fand am 09.09.2025 fand der jährliche ATF-Workshop zum Thema "Verwendung von Vorwissen in statistischen Analysen – Frequentistische vs. Bayesianische Verfahren" statt. Im Workshop wurde anhand von Beispielen und Simulationen diskutiert, wie Bayesianische oder frequentistische Modellen für das Borgen von Information konkret genutzt werden können. Außerdem wurde diskutiert, welche Aspekte bei der Interpretation der jeweiligen Modelle besonders wichtig sind, und welche Bedingungen für eine Übertragbarkeit von Ergebnissen zutreffen müssen. Zunächst präsentierte Oliver Sailer (Boehringer Ingelheim, Biberach an der Riß) seine Überlegungen zum Thema „Bayesian Borrowing in a Pharmaceutical Company“ (Folien). Danach referentierte Christian Röver (Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Medizinische Statistik; Göttingen): zum Thema „Calibrated borrowing: getting the questions and answers right“ (Folien). Anschließend stellte Steven Teerenstra (Radboud University Medical Center, Nijmegen) Simulationen und Überlegungen zum Thema "Frequentist thoughts about borrowing of historical control data“ vor (Folien). In letzten Beitrag erörterte Tim Mathes (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Ressort Gesundheitsökonomie, Köln) „Faktoren, die die Angemessenheit des Borgens von Informationen beeinflussen können“ (Folien). Die Diskussion der Vortäge wurde zunächst von den beiden eingeladenen Diskutant:innen Annette Kopp-Schneider (Deutsches Krebsforschungszentrum, Abteilung Biostatistik, Heidelberg) (Folien) und Peter Schlattmann (Universitätsklinikum Jena, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften, Jena) (Folien) eröffnet und anschließend hatte auch das Plenum Gelegenheit mit den Referenten zu diskutieren.