Mathematische Modelle in der Medizin
Die Arbeitsgruppe Mathematische Modelle in der Medizin beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung mathematischer Modelle und statistischer Datenanalysen im biologischen und medizinischen Kontext. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge in Gesundheit und Krankheit besser zu verstehen.
Themen
Mathematische Modelle für die Medizin entwickeln
Die Arbeitsgruppe entwickelt mathematische Modelle, um biologische Systeme, Krankheitsverläufe und medizinische Prozesse zu beschreiben, zu simulieren und besser zu verstehen. Dadurch entstehen neue Erkenntnisse für Forschung und medizinische Anwendungen.
Computergestützte Modellierung anwenden
Ein Schwerpunkt liegt auf der mathematischen Modellierung und statistischen Datenanalysen. Dabei kommen Methoden aus der Systembiologie, Bioinformatik und Biostatistik zum Einsatz, um komplexe biologische Fragestellungen zu untersuchen.
Interdisziplinäre Forschung fördern
Die Arbeitsgruppe bringt Expertinnen und Experten aus Mathematik, Medizin, Bioinformatik, Systembiologie und Biometrie zusammen. Ziel ist es, neue methodische Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln und den fachübergreifenden Austausch zu stärken.
Wissenschaftlichen Austausch gestalten
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Statistische Methoden in der Bioinformatik organisiert die Arbeitsgruppe den jährlichen Workshop „Computational Models in Biology and Medicine“. Die Veranstaltung bietet insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, neue Methoden kennenzulernen und sich innerhalb der Community zu vernetzen.
Tätigkeitsbericht
Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025
Die Arbeitsgruppe “Mathematische Modelle in Medizin und Biologie” hat, zusammen mit der Arbeitsgruppe “Statistische Methoden in der Bioinformatik”, am 12. und 13. Juni 2025 ihren traditionellen 2-tägigen „Workshop on Computational Models in Biology and Medicine“ am Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS) durchgeführt. Vor Ort wurde der Workshop durch Prof. Dr. Tim Kacprowski und sein Team organisiert. Die Workshopreihe richtet sich an ein breites wissenschaftliches Publikum im Bereich Modellierung und statistischer Datenanalyse im biologischen und klinischen Kontext und bietet insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen auf verschiedenen Karrierestufen ein Format für fachlichen Austausch und Vernetzung.
In Braunschweig kamen über zwei Tage rund 60 Forschende aus den Bereichen Systembiologie, Bioinformatik und Biostatistik zusammen, um Einblicke in Schlüsselthemen wie Network Biology, Spatial Transkriptomics und Computational Immunology zu teilen. Die Teilnehmenden profitierten außerdem von hochrangigen Keynote-Vorträgen: Prof. Dr. Yang Li sprach über "Dissecting Immune Aging and Response to Infection and Vaccination Using Integrated Big Data Approaches"; Prof. Dr. Markus List präsentierte "Investigating and Improving Tangram for Reliable Single-Cell to Spatial Mapping"; Dr. Nadezhda T. Doncheva beleuchtete "Network biology approaches for analysis and visualization of high-throughput data"; und Prof. Dr. Katharina Baum referierte über "What’s graphs got to do with it? Exploiting networks for predictions in the life sciences." Ein Höhepunkt des Workshops war die Verleihung des Posterpreises an Jana Tauschke für ihre herausragende Arbeit zum Thema „A platform-independent cell type deconvolution approach to improve understanding of kidney transplant rejection“.
Im Rahmen der Vernetzung der AG Aktivitäten mit denen der AG „Statistische Methoden in der Bioinformatik“ wurden in 2025 die Planungen für den Workshop im Jahr 2026 vorangetrieben. Dieser Workshop wird im März 2026 an der Universität Rostock stattfinden.
Während des Workshops in Braunschweig wurde am 13.06.2025 eine Neuwahl für die Leitung der Arbeitsgruppe “Mathematische Modelle in Medizin und Biologie” durchgeführt. Dabei wurden Nicole Radde und Ingmar Glauche in ihren Ämtern bestätigt.