Informationsverarbeitung in der Pflege
Die Arbeitsgruppe Informationsverarbeitung in der Pflege beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung digitaler Lösungen zur Unterstützung pflegerischer Prozesse. Ziel ist es, die Pflegeinformatik als wissenschaftliche Disziplin weiterzuentwickeln und den Einsatz moderner Informationstechnologien in Ausbildung, Forschung und Versorgung zu fördern.
Themen
Pflegeinformatik weiterentwickeln
Die Arbeitsgruppe stärkt die Pflegeinformatik und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung digitaler Informationssysteme für die pflegerische Versorgung. Ziel ist es, digitale Technologien sinnvoll in den Pflegealltag zu integrieren und die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern.
Digitale Kompetenzen fördern
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Lernziel- und Kompetenzkatalogen für die Pflegeinformatik. Die Arbeitsgruppe engagiert sich für die Verankerung digitaler Kompetenzen in Aus-, Fort- und Weiterbildung und unterstützt die Weiterentwicklung entsprechender Curricula. Eine Übersicht an Nachschlagemöglichkeiten zum Thema Pflegeinformatik soll ergänzend bereitgestellt werden.
Standards und Digitalisierung gestalten
Die Arbeitsgruppe bringt ihre Expertise in nationale und internationale Gremien ein und begleitet die Entwicklung von Standards für die digitale Pflege. Themen sind unter anderem Pflegedokumentation, Informationskontinuität, Interoperabilität sowie digitale Kommunikations- und Dokumentationsprozesse. Mit Stellungnahmen positioniert sich die AG zu grundsätzlichen und aktuellen Fragen der Informationsverarbeitung in der Pflege.
Austausch und Vernetzung fördern
Die Arbeitsgruppe vernetzt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Industrie. Durch Workshops, Fachveranstaltungen und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen fördert sie den Wissenstransfer und die Weiterentwicklung der Pflegeinformatik.
Weitere Informationen
Mailverteiler
Wenn sie an aktuellen Informationen und News rund um das Thema Pflegeinformatik interessiert sind, treten sie unserer DFN-Mailingliste bei. Interessierte für die Mailingliste können sich unter folgendem Link direkt anmelden.
Lernziel- bzw. Kompetenzkatalogen
Die AG "Informationsverarbeitung in der Pflege" beteiligt sich an der Entwicklung und Bereitstellung von Lernziel- bzw. Kompetenzkatalogen (LZK) für verschiedene Ausbildungsebenen im Kontext der Biometrie, Epidemiologie und Medizinischen Informatik. Weitere Informationen finden Sie hier: Link
Ansprechpartnerin: Frau Nicole Egbert
Newsletter der IMIA's Nursing Informatics Special Interest Group
Die IMIA’s Nursing Informatics Special Interest Group veröffentlicht monatlich einen Newsletter mit aktuellen Themen rund um Pflegeinformatik. Die Newsletter sowie andere Neuigkeiten und Informationen befinden sich auf der IMIA Webseite.
Publikationen
Tätigkeitsbericht
Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025
Die AG war in 2025 in der Organisation von Sitzungen und Veranstaltungen aktiv sowie in der engen Zusammenarbeit mit Berufsverbänden und Gremien der Kostenträger tätig. Darüber hinaus kooperiert die AG mit anderen Gremien der GMDS. Zudem engagieren sich Mitglieder der AG in nationalen und internationalen Standardisierungsgremien, und Interessenvertretungen. Im Rahmen der GMDS-Jahrestagung 2025 in Jena fand die gut besuchte AG-Sitzung statt, in dessen Rahmen neue AG-Mitglieder und Interessierte begrüßt werden konnten.
Veranstaltungen
Im Rahmen der DMEA 2025 fand traditionell im Vorfeld die DMEA-Satellitenveranstaltung statt. Die AG veranstaltete gemeinsam mit der AG „Entscheidungsunterstützung im Gesundheitswesen“ dort einen Workshop unter dem Titel „KI-basierte Entscheidungs- und Prozessunterstützung in der Pflege“.
Des Weiteren war die AG unter Beteiligung des Deutschen Pflegerats mitverantwortlich für die DMEA-Session „Anbindung an die Telematikinfrastruktur, Entscheidungsunterstützung durch KI – Pflege im digitalen Aufbruch ?!“.
Darüber hinaus war die AG an einer Veranstaltung des Netzwerk Versorgungskontinuität in der Region Osnabrück e.V. zum Thema „Hands-on: Evidenzbasierte Pflege durch Entscheidungsunterstützung“ beteiligt.
Die AG war durch mehrere Mitglieder an der MIE 2025 in Glasgow vertreten und engagierte sich dort mit einem Workshop zur Entwicklung von internationalen Empfehlungen für digitale Kompetenzen in der Pflege im Rahmen des Updates für das 2018 publizierte „International Recommendation Framework of Core Competencies in Health Informatics for Nurses“.
Im Rahmen der GMDS-Jahrestagung in Jena veranstaltete die AG den Workshop „Nursing Informatics Education: Internationale Entwicklungen und Bildungsangebote in der D-A-CH-Region“. Im Rahmen des Workshops wurde der aktuelle Forschungsstand der D-A-CH-weiten Befragung erläutert, die zur Aktualisierung der nationalen Kompetenzempfehlung für digital unterstützte Pflege dienen soll.
Mitglieder der AG waren federführend eingebunden in die Organisation und inhaltlichen Ausgestaltung der EFMI Special Topic Conference 2025: Good Evaluation - Better Digital Health in Osnabrück.
Gremienarbeit / Aktivitäten
Die AG engagiert sich weiterhin in der sogenannten fachbereichsübergreifenden Aktivität „Lernzielkataloge/Curriculumsentwicklung“ der GMDS. Dies umfasst die Entwicklung und Bereitstellung von Lernziel- beziehungsweise Kompetenzkatalogen für verschiedene Ausbildungsebenen im Kontext von Biometrie, Epidemiologie und Medizinischer Informatik.
Die AG war weiterhin im Expertengremium „Digitalisierung in der Pflege“ des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) vertreten und unterstützte den DPR bei Fragen zur Digitalisierung der Pflege.
Die AG ist durch Björn Sellemann im Programmbeirat der DMEA vertreten und mitverantwortlich für die Pflege-Session im Rahmen des DMEA-Kongresses.
Die AG Mitglieder Mareike Przysucha von der Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen der HS Osnabrück engagierten sich im Beirat für Pflegedokumente bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bzw. ihrer Tochtergesellschaft mio42 GmbH.
Als wiss. Mitglied ist die AG-Leitung im Beirat des Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Pflege (nach § 125b SGB XI) beim GKV-Spitzenverband vertreten. Weitere Infos zum Kompetenzzentrum unter folgendem LINK.
Darüber hinaus ist die AG weiterhin an der inhaltlichen Arbeit der Sektion „Entwicklung und Folgen von Technik und Informatik in der Pflege (EF-TIP)“ der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. beteiligt.
Internationales
Die GMDS AG wird durch Daniel Flemming von der Katholischen Stiftungshochschule München als society representative innerhalb der European Federation of Medical Informatics (EFMI) in der Working Group „Nursing Informatics“ (EFMI-NI: https://efmi.org/workinggroups/ni-nursing-informatics/) und innerhalb der International Medical Informatics Association (IMIA) in der dortigen Nursing Informatics Special Interest Group (SIG-NI: https://imia-medinfo.org/wp/sig-ni-nursing-informatics/) vertreten. Frau Egbert vertritt die AG als Executive Member (EFMI-EDU: https://efmi.org/workinggroups/edu-education/) in der EFMI Working Group „Education“ Die Arbeitsgruppen haben es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von Beiträgen und der Organisation von Tagungen und Konferenzen auf internationaler und europäischer Ebene die Pflege- und die Gesundheitsinformatik im Austausch innerhalb der pflegerischen Profession, mit benachbarten Professionen sowie mit anderen Organisationen und der Politik, zu stärken.
Geplante Aktivitäten
Die AG engagiert sich weiterhin im Rahmen der DMEA, sowie in den genannten verschiedenen nationalen und internationalen Gremien (EF-TIP, DPR, EFMI, etc.).
Aktualisierung der DACH-Empfehlungen für Kernkompetenzen in Pflegeinformatik bzw. Informationsverarbeitung in der Pflege. Sowie darüber hinaus die Koppelung dieser deutschsprachigen Empfehlungen an internationale Empfehlungen.
Im Rahmen der GMDS-Jahrestagung 2026 in Freiburg findet die nächste AG-Sitzung statt.