Arbeitsgruppe

Methodik systematischer Reviews

Ziele der Arbeitsgruppe

  • Unterstützung von methodischen Forschungsarbeiten im Bereich systematischer Reviews
  • Vertiefung der Kontakte von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Bereich systematischer Reviews

Tätigkeiten der Arbeitsgruppe

Tätigkeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Gegenstand und Relevanz: Systematische Reviews bilden das Kernstück in Health Technology Assessments (HTAs). HTA bewerten Kurz - und Langzeiteffekte von Gesundheitstechnologien. Sie werden nach systematischen vorab festgelegten Methoden und multidisziplinär durchgeführt. Sie informieren über medizinische, ökonomische, organisatorische, soziale, ethische Implikationen, sodass sie unter anderen für Verteilungs- Entscheidungen im Gesundheitssystem relevant sind und im Rahmen der rechtlich-organisatorischen Ausgestaltung des Gesundheitssystems eine festen Platz gefunden haben und regulatorische Entscheidungen unterstützen denen finanzielle Konsequenzen folgen. 

Zielsetzung: Als multidisziplinär ausgerichtete, wissenschaftliche Fachgesellschaft zur Förderung der methodologischen Entwicklung Systematischer Reviews als Kernstück von HTAs, stehen neben dem methodischen Austausch auch die Konsequenzen auf die Ausgestaltung des Gesundheitssystems und Wechselwirkungen aktueller Entwicklungen über die Fachgrenzen der Teildisziplinen (Public Health, Epidemiologie, Biometrie, Gesundheitsökonomie, etc.) hinweg im Focus der Arbeitsgruppe.

 Die Arbeitsgruppe „Methodik Systematischer Reviews“ führte auf der GMDS-Jahrestagung 2018 in Münster einen Workshops durch.

2018 „HEALTH TECHNOLOGY ASSESSMENTS: INNOVATIONEN UND EVIDENZ- GEHT EIN ETABLIERTES BEWERTUNGSINSTRUMENT NEUE WEGE?“ wurde zusammen mit den GMDS Arbeitsgruppen/-kreisen „Health Technology Assessment“, „Medical Decision Making“ und „Gesundheitsökonomie“ durchgeführt.

Workshop 2019

Health Technology Assessments: Kann die europäische Zusammenarbeit fortgesetzt werden? Neuerungen im AMNOG System - Welche Rolle werden anwendungsbegleitende Datenerhebungen zukünftig spielen?

Der interdisziplinäre Workshop der AGs/AKs HTA, Methodik Systematischer Reviews, Gesundheitsökonomie und Medical Decision Making verfolgt zum einen die Entwicklungen im Bereich Health Technology Assessments (HTA) und der Entscheidungsfindung im Gesundheitsbereich auf europäischer Ebene; zum anderen werden methodische Weiterentwicklungen in der Nutzenbewertung im AMNOG-Verfahren beleuchtet. Es wird die Vereinbarkeit AMNOG versus EU-HTA, die zukünftige Rolle der anwendungsbegleitenden Datenerhebung und der Einbindung von Stakeholdern im HTA vorgestellt und diskutiert.

Ziel des Workshops ist es, auf dem Kongress der GMDS allen an HTA beteiligten Bereichen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinweg einen Platz zu bieten für aktuelle Informationen, Austausch, kritische Diskussion und methodischen Weiterentwicklung. Impulsvorträge informieren über den Stand verschiedener Entwicklungen von EU-HTA; die aktuellen Änderungen in der Nutzenbewertung im AMNOG durch den Entwurf des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV); und laden zur Diskussion zur Vereinbarkeit beider Systeme ein.

Im Fokus des ersten Teils steht als übergreifendes Thema die Europäisierung des HTA-Prozesses und der neueste Stand des Entwurfs der Europäischen Kommission zu einer europäischen Gesetzgebung zur HTA-Kollaboration nach 2020.

Ein Bericht aus dem zweiten Workshop der Task Force Ende Mai 2019 leitet über zu spezifischeren Fokusthemen wie der EUnetHTA Task Force HTA und Medical Device Regulation (MDR), wo Anknüpfungspunkte zwischen HTA und Regulation von Hochrisiko-Medizinprodukten für eine Verbesserung der Evidenz ins Visier genommen werden.

Transdisziplinarität beinhaltet die Einbindung von Stakeholdern über die Integration verschiedener Fachrichtungen in interdisziplinärer Forschung hinaus. Die Partizipation der Bürger wird zum Abschluss des ersten Teils beleuchtet.

Im zweiten Teil des Workshops folgt die Perspektive zu aktuellen Änderungen in Nutzenbewertungen im AMNOG: die Vereinbarkeit des EU-HTA mit dem deutschen Nutzenbewertungsverfahren wird diskutiert. Im Fokus stehen hierbei verfahrenstechnische Aspekte.

Die anwendungsbegleitende Datenerhebung ist ein aktuelles Thema im deutschen Entscheidungsprozess im AMNOG. Diskussionen um Methodenstandards, Möglichkeiten und Grenzen dieser Daten- sollen hier auch an Beispielen aufgezeigt werden.

8:00-8:30 h             Begrüßung und Sitzung der Arbeitsgruppen

Teil 1                         Workshop

 8:30-8:35 h            Begrüßung - Einführung

8:35-8:55h              HTA in Europa: Der Entwurf der Europäischen Kommission zu HTA in Europa nach 2020: eine kritische Darstellung Alric Rüther, IQWiG

8:55 – 9:15 h          EUnetHTA Task Force HTA and Medical Device Regulation (MDR) – Mögliche Synergien zwischen HTA und Regulation von Hochrisiko-Medizinprodukten für eine Verbesserung der Evidenz -Petra Schnell-Inderst, Ludwig-Boltzmann-Institut für HTA, UMIT

9:15-9:35 h             Die Bedeutung von Transdisziplinarität für die Public Health-Forschung: Einbindung von Stakeholdern in HTA, Barbara Buchberger, Robert Koch-Institut

 9:35-10:00 h          Panel - Diskussion, 10-11h                     Kaffeepause und Keynote Lecture

Teil 2                         Workshop

11:00-11:05 h       Einführung

 11:05-11:25 h        Die Implementierung des EU-HTA in den deutschen Versorgungskontext, Verena Baecke, Ecker + Ecker GmbH

11:25-11:45h         Anwendungsbegleitende Datenerhebung mit Registerdaten: Mehr Sicherheit in der Patientenversorgung?Sebastian Werner, VFA; Kirsten H Herrmann; GenomicHealth

11:45-12:05h         Auswirkung der anwendungsbegleitenden Datenerhebung auf das AMNOG-Verfahren, Carsten Schwenke, SCO:SSiS

12:05-12:30h         Eingeladener Diskutant: Nico Fischer, G-BA – Vortrag: Perspektive des G-BA- Panel – Diskussion

 

 Arbeitsgruppensitzung auf der GMDS-Jahrestagung 2019 in Dortmund
In diesem Jahr findet die AG Sitzung vor dem Workshop in Dortmund statt. Hier wird das Interesse an der Fortführung der gemeinsamen Workshops bei den Anwesenden abgefragt sowie Workshop-Themen für das kommende Jahr diskutiert.

 Vorgesehene Aktivitäten 2019/20
Für die GMDS 2020 ist ein gemeinsamer Workshop mit den GMDS Arbeitsgruppen/-kreisen „Health Technology Assessment“, „Medical Decision Making“ und „Gesundheitsökonomie“ vorgesehen. Themen werden in der ersten Jahreshälfte 2020 festgelegt.

Publikation
Die Arbeitsgruppe veröffentliche eine Publikation: „HTA und aktuelle Herausforderungen: Harmonisierung, Real World Data und Surrogatparameter“ GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie 2018, Vol. 14(1), ISSN 1860-9171
Alric Rüther1, Kirsten H. Herrmann2, Ansgar Hebborn3 , Matthias Perleth4, Ruth Schwarzer1, Christoph Schürmann1, Wiebke Sieben1, Johanna Gillhaus5, Ralf Goertz6, Ulli Jeratsch6 , Friedhelm Leverkus5, Wendelin Schramm7

1 IQWiG – Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Köln, Deutschland
2 Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA, München, Deutschland
3 F. Hoffmann-La Roche AG, Basel, Schweiz
4 G-BA-Gemeinsamer Bundesausschuss, Berlin, Deutschland
5 Pfizer Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland
6 AMS Advanced Medical Services GmbH, München, Deutschland
7 Hochschule Heilbronn, Heilbronn, Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                       

 

                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archiv der Tätigkeitsberichte

  • Aktivitäten im Jahr 2016

    Aktivitäten im Jahr 2016

    Workshop zu HTA und seinen komplexen Herausforderungen
    Die Arbeitsgruppe „Methodik Systematischer Reviews“ führte auf der GMDS-Jahrestagung 2016 in München den interdisziplinären Workshop „HTA und komplexe Herausforderungen: national, international und adaptiv?“ zusammen mit den GMDS Arbeitsgruppen/-kreisen „Health Technology Assessment“, „Medical Decision Making“ und „Gesundheitsökonomie“ durch. Der Workshop teilte sich in Teil I mit übergeordneten Themen in HTA und Teil II mit Methoden in HTA.

    Teil I begann mit einem Beitrag zu den aktuellen europaweiten Entwicklungen zum Aufbau des EU-HTA Netzwerks (HTA auf EU Ebene, Dr. Alric Rüther, IQWiG Köln) und schloss das Thema der von der europäischen Zulassungsbehörde EMA vorangetriebenen Deregulierung an (Adaptive Pathways, Dr. Ruth Schwarzer, IQWiG Köln).

    Teil II umfasste 3 Vorträge. Zum einen wurde die provokative Frage gestellt, ob das EU-HTA Netzwerk mit dem IQWiG das gleiche Ziel und die gleiche Methodik verfolgt (EUnetHTA und IQWiG – gleiches Ziel, gleiche Methodik?, Dr. Gerlinde Jänel, AMS Advanced Medical Services GmbH, München). Im anschließenden Vortrag wurde der Fokus auf Routinedaten gesetzt (Routinedaten für Systematische Reviews zu Behandlungseffekten, Dr. Lars G. Hemkens, Universitätsspital Basel, Schweiz). Im letzten Beitrag wurde der aktuelle Stand zur Bearbeitung von prognostischen Fragestellungen in systematischen Übersichtsarbeiten zusammengefasst (Systematische Übersichtsarbeiten zu prognostischen Fragestellungen, Dr. Katrin Jensen, Universitätsklinikum Heidelberg).

    Arbeitsgruppensitzung auf der GMDS-Jahrestagung 2016 in München
    Im Anschluss an den oben beschriebenen Workshop fand eine kurze AG-Sitzung auf der GMDS 2016 in München statt. Hier wurde das Interesse an der Fortführung der gemeinsamen Workshops bei den Anwesenden abgefragt sowie Workshop-Themen für das kommende Jahr diskutiert.

    Vorgesehene Aktivitäten 2017
    Für die GMDS 2017 in Oldenburg bietet die AG zwei Workshops an:

    "HTA und komplexe Herausforderungen: HTA in Europa – Visionen und Entwicklungen". Dieser Workshop ist eine Fortsetzung der Tradition eines gemeinsamen Workshops mit den GMDS Arbeitsgruppen/-kreisen „Health Technology Assessment“, „Medical Decision Making“ und „Gesundheitsökonomie“.
    „Methods for Generalized Evidence Synthesis“ in Kooperation mit der GMDS Arbeitsgruppe „Therapeutische Forschung“

E-MAIL VERTEILER

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