Arbeitskreis

Medizinische Informatik in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie

Tätigkeiten des Arbeitskreises

Tätigkeiten im Berichtszeitraum 2015

Treffen des AK Informatik der GPOH, 21.4.2015, Frankfurt

Teilnehmer: Oliver Basu (Essen), Julia Dobke (Berlin), Peter Nöllke (Freiburg), Volker Stenzhorn (Homburg), Martin Zimmedrmann (Hannover)
Begrüßung durch den Sprecher des AK-Informatik, Oliver Basu


Tagesordnung

a) AK Informatik, Diskussion über den Fortbestand
Die Anwesenden stimmen überein, dass der AK fortbestehen soll. Wie bisher gibt es Schwerpunkthemen, die gemeinsam im Rahmen der GPOH bearbeitet werden können (z.B. PID Generator, siehe Fachthema 3). Desweiteren wird der Austausch innerhalb des AK über IT Projekte in den Kliniken/ Studien als wertvoll empfunden (siehe Fachthema 1, 2 und 4) . Man entscheidet daher einhellig, den AK fortzuführen und beim nächsten Meeting über die Ergebnisse des Fortbestandes zu diskutieren. Der Beschluss macht eine Neuwahl der Vorsitzenden des AK erforderlich. Da der bisherige Vorsitzende Oliver Basu sich nicht wieder zu Verfügung stellt, wird der bisherige zweite Vorsitzende Peter Nöllke zum neuen Vorsitzenden des AK gewählt (4 Ja, 1 Enthaltung), als neuer Stellvertreter wird Volker Stenzhorn gewählt (4 Ja, 1 Enthaltung).

b) Fachthemen

1. QtoO (bisher OncoWorkstation), Dobke
Frau Dobke berichtet über den Stand im Projekt QtoO (vorher OncoWorkstation). Für diese Software zum Therapiemanagement fand vor kurzem eine Neuprogrammierung durch die Fa. Symedis auf Basis der OncoWorkstation 1 statt. Für das Programm ist die Abnahme als Medizinprodukt geplant. Im AK ist man sich einig, dass eine kommerzielle Vermarktung und die Einführung in anderen pädiatrischen Kliniken neben der Charite Berlin in erster Linie von Schnittstellen zu bereits vorhandenen Apothekensystemen und der Akzeptanz seitens der Studienleiter in der GPOH abhängt. Vielfach werden in den Kliniken bereits andere System zur Therapieplanung verwendet.

2. PID Generator der GPOH, Zimmermann
Martin Zimmermann berichtet von einer geplanten neuen EU Richtlinie, die eine Anonymisierung (mindestens aber Pseudonymisierung) persönlicher Daten fordert. Ein Weg, dem in Studien nachzukommen, ist die Nutzung eines PID-Dienstes zur Generierung einer allgemeinen ID. Dieser Dienst wurde im Rahmen des Kompetenznetzes POH von Herrn Pommerening in Mainz entwickelt und online zur Verfügung gestellt. Dieser Service kann in dieser Form laut Herrn Lablans vom IMBEI in Mainz zur Verfügung gestellt werden (keine vertragliche Vereinbarung, unsichere Verschlüsselung u.a.). Mit einer Abschaltung des Dienstes ist im Mai zu rechnen. Die Einrichtung eines neuen webbasierten Dienstes wird im Rahmen der GPOH ausgeschrieben. Herr Zimmermann stellt einen Anforderungskatalog an einen neuen Dienst vor, der kurz diskutiert wird und im Anschluss an das Meeting von den Mitgliedern des AK noch kommentiert und ergänzt werden kann (Basis für denKatalog war u.a. ein Paper von Nitznader, Schreier, Stud Health Technol Inform. 2014;198:211-8). Bisher gibt es Kontakt zu drei verschiedenen Anbietern mit Lösungen, die Herr Zimmermann kurz vorstellt:

  1. Mainzelliste als OpenSource, Mainz, IMBEI Webbasierter Pseudonymisierungsdienst entwickelt in Mainz als Nachfolgeprodukt zum PID-Generator von Herrn Pommerening. Das Umsetzen der Mainzelliste bei X-Clinical würde 8400 Euro kosten, allerdings fehlt da die Erfahrung mit einem solchen Dienst.
  2. ENCCA Unified Patient Identifier (EUPID) Europaweites Projekt, eventuell Firmenausgliederung aus dem Projekt notwenig (AIT).
  3. Patient Identity Management System (PIMS) der Firma Custodix - Kommerzielles Produkt
    Die TMF kann zur Zeit keine eindeutige Empfehlung für ein Projekt aussprechen. Es wird zudem diskutiert, ob ein solches Produkt „Open Source“ sein muss. Man kommt überein, die Anforderungsliste im Nachgang an das Meeting gemeinsam zu bearbeiten. Herr Stenzhorn bietet zudem seinen Input an Erfahrungen vom ObTiMa Projekt an (siehe 3).

3. ObTiMa, Stenzhorn
Herr Stenzhorn berichtet vom Stand des Projektes ObTiMA („Ontology-based Trial Management Application“, http://obtima.org). Dieses System soll Kliniker dabei unterstützen, Studien zu designen und durchzuführen.. Das ambitionierte System beruht auf aktuellen Standards (XML und CDISC). Neu ist, dass Studien mit „realen Daten“ das System nutzen, es also kein wie auch immer gearteter Prototyp mehr ist. Es ist aber noch intensives Testen des Systems notwendig. Ob es für Studien der GPOH in Zukunft als Alternative zu Marvin denkbar ist, muss offen bleiben.

4. WLAN für Patienten, Nöllke
Herr Nöllke stellt die Umsetzung des Projekts „freies WLan für Patienten“ am Uniklinikum Freiburg vor. Es handelt sich im eine controllerbasiere WLAN Lösung von Cisco Aironet mit Web Authentifizierung auf einem RADIUS-Server. Die anderen Teilnehmer des Treffens skizzieren kurz die Lösungen an ihren Kliniken, die oft ähnlich aussehen. Es wird diskutiert, ob an einer Kinderklinik eventuell besondere Anforderungen bzgl. Filterfunktion und Jugendschutz gelten, die von der Kliniksseite umgesetzt werden müssen, oder ob diesen Anforderungen mit einem Passus in den Nutzungsbedingungen genüge getan ist.