Arbeitskreis

Informationsverarbeitung in der Kinder- und Jugendmedizin (AK IKJ)

Der Arbeitskreis IKJ beendete nach 44 Jahren am 21.9.2017 seine Tätigkeit und wird künftig fortgeführt als „Arbeitskreis ‚Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AG DHP)'":
Bericht in den GMDS Mitteilungsseiten 3/2017: Download PDF
Jahresbericht 2017: Download PDF
Jahresbericht 2016: Download PDF
Berichte über alle weiteren Aktivitäten und die seit 2008 dokumentierten Symposien sind zu finden auf der speziellen Homepage der GMDS-Arbeitsgruppe „Medizinische Dokumentation und Klassifikationen (AG MDK)“: http://biom131.imbi.uni-freiburg.de/medinf/gmds-ag-mdk/

Die Gründungssitzung des Arbeitskreises "Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AG DHP)" fand am 21.9.2017 auf der 113. DGKJ-Jahrestagung in Köln statt:
Bericht in der Zeitschrift mdi Nr. 4/2017: Download PDF
Bericht in der Monatsschrift Kinderheilkunde, Band 166, Heft 1 (Januar 2018): Download PDF

Weitere Informationen finden Sie auf der neuen Arbeitskreisseite der Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AG DHP): https://gmds.de/aktivitaeten/medizinische-informatik/arbeitskreisseiten/digital-health-in-der-paediatrie/
sowie auf der eigenen Homepage der AG DHP: http://www.agdhp.de/

Ziele des Arbeitskreises

Der Arbeitskreis bietet eine gemeinsame Plattform für interessierte Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Er hat die Aufgabe, bestimmtes methodisches medizininformatorisches Wissen in die Pädiatrie hineinzutragen. Dabei konzentriert er sich aus historischen und aktuellen Gründen vor allem auf Probleme der medizini­schen Dokumentation und Klassifikation gemäß den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits auf Beiträgen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung der ICD‑10 bzw. ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesund­heitsprobleme, 10. Revision, German Modification) und des OPS (Operationen und Prozedurenschlüssel) und andererseits auf der Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu dieser The­matik. [Hinsichtlich aktueller Informationen über die medizinischen Klassifikationen und speziell die aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Klassifikationen ICD-10-GM 2015 und OPS 2015 sei auf die vom Arbeitskreis­leiter bearbeiteten vier Buchausgaben dieser Werke hingewiesen, die im Deutschen Ärzte-Verlag erschie­nen sind und u.a. eine umfassende Übersichtsarbeit zu dieser Thematik enthalten.]

Der Arbeitskreis richtet seine Bemühungen u.a. auf die Erstellung von kinderärztlichen Auszügen und Er­gänzungen der ICD‑10-GM, damit Kinder‑ und Jugendärzte die Diagnosenverschlüsselung möglichst pro­blemlos durchführen können. Als deren Ergebnis war im Jahre 2004 als umfassend revidierte Neuauflage des seit 2000 verfügbaren Diagnosenverzeichnisses von Michael Zinke unter Federführung von M. Zinke und B. Graubner die Broschüre „Diagnosenverschlüsselung in der Kinder- und Jugendmedizin 2004. Kurz­gefasster pädiatrischer Diagnosenthesaurus auf der Grundlage der ICD-10-GM 2004“ erschienen, die über den Berufsverband und die Arzneimittelfirma ratiopharm in mehr als 6.000 Exemplaren verteilt worden ist. Dieses Verzeichnis gab vor allem den ambulant tätigen Kinder- und Jugendärzten eine fachbezogene Ver­schlüsselungshilfe ihrer häufigsten Diagnosen und wurde auch in Kinderkliniken gern benutzt. Eine geplante Neuauflage konnte bisher nicht realisiert werden. Jedoch gibt es inzwischen entsprechende Veröffentlichun­gen des BVKJ und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI).

Tätigkeiten der Arbeitskreises

Pflegeberufereformgesetz: Offener Brief mit Forderung der Anhörung
15. Mai 2017

In einem Offenen Brief an die Politik fordern zahlreiche Verbände, darunter auch der GMDS-Arbeitskreis "Informationsverarbeitung in der Kinder- und Jugendmedizin (AK IKJ)" eine Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf über eine Reform der Pflegeberufe, und insbesondere zur zugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Offener Brief
Forderungen der Verbände

Offener Brief zur zukünftigen Pflege von Kindern
21. Februar 2017

33 Verbände und Organisationen rund um die Kinder- und Jugendmedizin und aus der Eltern-Selbsthilfe, darunter der GMDS-Arbeitskreis Informationsverarbeitung in der Kinder- und Jugendmedizin (AK IKJ), haben sich gemeinsam an die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD gewandt. In dem Offenen Brief wird herausgestellt, dass es bei der Kinderkrankenpflege eines spezifisch auf die Pflege von Kindern vorbereiteten Personals bedarf. Der Umgang mit dem Pflegeberufereformgesetz wird kritisiert und eine sachliche und fachorientierte Prüfung der Reformansätze gefordert.

Offener Brief

Tätigkeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Zum letzten Male erscheint ein Tätigkeitsbericht unseres Arbeitskreises, denn am 21. September 2017 haben wir diesen Arbeitskreis in den neuen Arbeitskreis „Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AK AG DHP)“ überführt, der ab diesem Zeitpunkt einen eigenen Tätigkeitsbericht veröffentlicht.

Wir beginnen mit einem Rückblick auf die Geschichte unseres Arbeitskreises. Er wurde 1973 als Arbeitskreis Kinderheilkunde“ von Priv.-Doz. Dr. med. Victor Weidtman (1919–2014), Kinderarzt und als Professor von 1975 bis 1984 Direktor des neuen Instituts für Medizinische Dokumentation und Statistik der Universität zu Köln, gegründet. Sein Nachfolger als Arbeitskreisleiter war von 1985 bis 1993 sein Stellvertreter, der Kinderarzt Dr. med. Fritz Lajosi, Berlin. Als dessen Stellvertreter übernahm 1993 Dr. med. Bernd Graubner, Göttingen, ebenfalls Kinder- und Jugendarzt, die Arbeitskreisleitung und entwickelte den Arbeitskreis zum gemeinsamen Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS), der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Das machte seine Umbenennung in „Arbeitskreis Informationsverarbeitung in der Kinder- und Jugendmedizin“ erforderlich. Die Leitung des Arbeitskreises besteht seitdem aus drei Wissenschaftlern der drei tragenden Organisationen.

Seit dieser Zeit Jahren hält der AK IKJ seine Veranstaltungen und Sitzungen im Rahmen der Jahrestagungen der DGKJ ab, weil er dort sein hauptsächliches Publikum findet. Anfang 2016 regte der Vorstand der DGKJ an, eine Plattform für das zukunftsweisende Feld von Digital Health in der Pädiatrie einrichten. Da bot es sich an, unseren Arbeitskreis zu einer „Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie“ zu entwickeln, die von der DGKJ und der GMDS mit Unterstützung des BVKJ getragen wird und in der die medizinischen Kompetenzen der DGKJ und des BVKJ und die medizininformatische Expertise der GMDS gebündelt werden.

Unser Symposium „Digital Health in der Pädiatrie“ während der 112. DGKJ-Jahrestagung in Hamburg am 16.9.2016 markiert diesen Wendepunkt, der auf einer Arbeitssitzung am 9.5.2017 in Berlin mit der Ausarbeitung eines Satzungsentwurfes und der Formulierung von Themenfeldern für die Weiterarbeit konkretisiert wurde. Nach Genehmigung durch das GMDS-Präsidium, den DGKJ-Vorstand und den Bundesvorstand der BVKJ stimmte auch der GMDS-Beirat auf seiner Sitzung am 17.9.2017 während der 62. Jahrestagung in Oldenburg der Umwandlung des Arbeitskreises zu und beschloss dabei den etwas umständlichen Namen „Arbeitskreis ‚Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AK AG DHP)‘“. Die Begründung dafür ist eine Festlegung in der GMDS-Satzung, dass alle Gliederungen, in denen das methodische Wissen der GMDS-Gruppen mit medizinischen Fachgesellschaften verbunden wird, als Arbeitskreise zu bezeichnen sind. Außerhalb der GMDS wird jedoch die griffigere Bezeichnung „Arbeitsgemeinschaft Digital Health in der Pädiatrie (AG DHP)“ verwendet.

Substanzielle Unterstützung erhielten wir während der ganzen Zeit vom GMDS-Präsidium und vor allem vom Generalsekretär der DGKJ, Dr. med. Karl-Josef Eßer, dem alle Beteiligten auf der Gründungssitzung der AG DHP während der 113. DGKJ-Jahrestagung am 21.9.2017 in Köln dafür herzlich dankten. An diesem Tag endete nach 44 Jahren die Tätigkeit des AK IKJ und seiner Leiter, die mit großem Dank verabschiedet wurden: Dr. med. Bernd Graubner (Göttingen, GMDS, DGKJ und BVKJ, Leiter seit 1993), Dr. med. Peter Göbel (Halle/S., Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie [DGKCH], stellv. Leiter seit 2006) und Dr. Reinhard Bartezky (Berlin, BVKJ, stellv. Leiter seit 2012).

Und nun der eigentliche Tätigkeitsbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 21. September 2017:
Der Arbeitskreis bietet eine gemeinsame Plattform für interessierte Mitglieder der GMDS, der DGKJ und des BVKJ. Er hat die Aufgabe, bestimmtes methodisches medizininformatorisches Wissen in die Pädiatrie hineinzutragen. Dabei konzentriert er sich aus historischen und aktuellen Gründen vor allem auf Probleme der medizinischen Dokumentation und Klassifikation gemäß den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen. Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits auf Beiträgen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung der ICD-10 bzw. ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) und des OPS (Operationen und Prozedurenschlüssel) und andererseits auf der Vorbereitung und Durchführung von Informa-
tionsveranstaltungen zu dieser Thematik. (Hinsichtlich aktueller Informationen über die medizinischen Klassifikationen und speziell die für 2018 gesetzlich vorgeschriebenen Klassifikationen ICD-10-GM 2018 und OPS 2018 sei auf die vom Arbeitskreisleiter bearbeiteten vier Buchausgaben dieser Werke hingewiesen [bei den beiden OPS-Ausgaben ab Version 2016 mit Unterstützung durch Prof. Dr. med. Jürgen Stausberg], die im Deutschen Ärzteverlag erschienen sind und bis zur Version 2017 u.a. eine umfassende Übersichtsarbeit zu dieser Thematik enthielten.)

Im Berichtszeitraum arbeiteten AK-Mitglieder aktiv an der Vorbereitung der ICD-10-GM 2018 sowie des OPS 2018 mit, was pädiatrischerseits von der verbändeübergreifenden DRG-AG der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und -abteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) koordiniert und überwiegend auch geleistet wird. Der Arbeitskreis war darin durch seinen Leiter vertreten, der auch Mitglied der Arbeitsgruppen ICD und OPS des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) war, die beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Klassifikation (DIMDI) eingerichtet sind. Ein wesentliches Arbeitsergebnis der von Dr. med. Nicola Lutterbüse ärztlich koordinierten DRG-AG war die Herausgabe der Version 2018 des „Kodierleitfadens Kinder- und Jugendmedizin“ (die erste Ausgabe war 2002 erschienen). Der Arbeitskreis war 2017 gemeinsam mit der in Gründung befindlichen AG DHP an der Vorbereitung und Durchführung der nachfolgend beschriebenen zwei Symposien beteiligt.

Während der 62. GMDS-Jahrestagung in Oldenburg fand am 19.9.2017 das Symposium „Informationsverarbeitung in der Pädiatrie und Neonatologie“ statt. Der AK-Leiter berichtete dort über seine persönlichen Erfahrungen während 50 Jahren Arbeit in der Medizinischen Informatik. Der designierte Leiter der AG DHP, Priv.-Doz. Dr. med. Jan de Laffolie, Gießen, gab einen Überblick über „Entwicklung und Herausforderungen der Digitalisierung in der Pädiatrie“. Und Prof. Dr. med. Rainer Röhrig, Leiter der Abteilung Medizinische Informatik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, referierte über Anforderungen an Patientendatenmanagement-Systeme (PDMS) in Pädiatrie und Neonatologie anhand eines Projektes der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der GMDS und der DGKJ.
Am 21.9.2017 veranstalteten wir während der 113. DGKJ-Jahrestagung in Köln das Symposium „Digitalisierung auf neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen (NICU und PICU): Patientendatenmanagement-Systeme (PDMS), Apps, Anforderungen und Rahmenbedingungen in der  Pädiatrie“, das gemeinsam von Herrn Prof. Dr. med. Christian von Schnakenburg, Esslingen, für die Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI) und den Leitern beider Arbeitskreise vorbereitet worden war. Dr. med. Andreas Klausen, Oldenburg, sprach über „Patientendatenmanagement-Systeme (PDMS) – Was brauchen Kinder, was Erwachsene nicht brauchen?“, Dr. phil. Julia Inthorn, Mainz, über „Ethische Aspekte der Digitalisierung in der pädiatrischen Intensivmedizin“ und Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek, Hannover, über „Chancen und Risiken der Digitalisierung in der pädiatrischen Intensivmedizin“.

Details der Vorträge einschließlich aller Präsentationen enthalten die Internet-Informationen beider Arbeitskreise sowie die ebenfalls dort verfügbaren ausführlichen Berichte in den GMDS-Mitteilungen Nr. 2 und 3/2017, in der Zeitschrift „Forum der Medizin_Dokumentation und Medizin_Informatik“ (mdi) Nr. 4/2017 sowie in der Monatsschrift Kinderheilkunde Nr. 1/2018.

Die bisher vom Arbeitskreisleiter wahrgenommene Funktion des Mitglieds im Konvent für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ geht ab 2018 auf den Leiter der AG DHP über. Auch seine fast 20-jährige Mitgliedschaft in der DRG-AG der Gesellschaft endete 2017. Die Arbeitsschwerpunkte verlagern sich in der AG DHP auf die Probleme und Aufgaben im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens und speziell der Pädiatrie. Künftig wird sich niemand mehr so intensiv mit den Problemen der Dokumentation und Klassifikationen in der Pädiatrie beschäftigen können und die Brücke zwischen den methodischen Schwerpunkten der GMDS und den fachspezifischen Anforderungen der Kinderund Jugendmedizin schlagen, wie es im AK IKJ und in der Person seines Leiters der Fall war. Seine Arbeiten wurden 2017 von der GMDS und der DGKJ durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaften gewürdigt (bereits 2007 hatte ihn der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin [DVMD] zu seinem Ehrenmitglied ernannt).

Als Arbeitskreisleiter bedanke ich mich abschließend bei allen Weggefährten seit 1985 bzw. 1993, denen unsere erfolgreiche Arbeit zu verdanken ist. Ebenso bedanke ich mich bei allen, die diese Entwicklung zur AG DHP unterstützt und gelenkt haben, und wünsche deren Leitung und Mitgliedern eine erfolgreiche Arbeit. Ich bleibe ihnen allen verbunden. 

Detaillierte Internet-Informationen über den Arbeitskreis

Über die Homepage der GMDS Arbeitsgruppe „Medizinische Dokumentation und Klassifikation (AG MDK)“: http://biom131.imbi.uni-freiburg.de/medinf/gmds-ag-mdk/

Archiv der Tätigkeitsberichte

  • Aktivitäten im Jahr 2016

    Aktivitäten im Jahr 2016

    Der Arbeitskreis bietet eine gemeinsame Plattform für interessierte Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Er hat die Aufgabe, bestimmtes methodisches medizininformatorisches Wissen in die Pädiatrie hineinzutragen. Dabei konzentriert er sich aus historischen und aktuellen Gründen vor allem auf Probleme der medizinischen Dokumentation und Klassifikation gemäß den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen.

    Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits auf Beiträgen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung der ICD‑10 bzw. ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) und des OPS (Operationen und Prozedurenschlüssel) und andererseits auf der Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu dieser Thematik. [Hinsichtlich aktueller Informationen über die medizinischen Klassifikationen und speziell die für 2017 gesetzlich vorgeschriebenen Klassifikationen ICD-10-GM 2017 und OPS 2017 sei auf die vom Arbeitskreisleiter bearbeiteten vier Buchausgaben dieser Werke hingewiesen (bei den beiden OPS-Ausgaben ab Version 2016 mit Unterstützung durch Prof. Dr. med. Jürgen Stausberg), Sie sind im Deutschen Ärzte-Verlag erschienen und enthalten u.a. eine umfassende Übersichtsarbeit zu dieser Thematik.]

    Der Arbeitskreis richtete in früheren Jahren seine Bemühungen u.a. auf die Erstellung von kinderärztlichen Auszügen und Ergänzungen der ICD‑10-GM, damit Kinder‑ und Jugendärzte die Diagnosenverschlüsselung möglichst problemlos durchführen können (siehe unsere vorherigen Jahresberichte). Diese Arbeiten sind in den Hintergrund gerückt, da es inzwischen entsprechende Veröffentlichungen des BVKJ und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) gibt.

    Im Berichtszeitraum arbeiteten AK-Mitglieder aktiv an der Vorbereitung der ICD-10-GM 2017 sowie des OPS 2017 mit, was pädiatrischerseits von der DRG-AG der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und ‑abteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) koordiniert und überwiegend auch geleistet wird. Der Arbeitskreis ist darin durch seinen Leiter vertreten, der auch Mitglied der Arbeitsgruppen ICD und OPS des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist, die beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Klassifikation (DIMDI) eingerichtet sind. Ein wesentliches Arbeitsergebnis der von Dr. med. Nicola Lutterbüse ärztlich koordinierten DRG-AG war die Herausgabe der Version 2017 des „Kodierleitfadens Kinder- und Jugendmedizin“ (die erste Ausgabe war 2002 erschienen).

    Auf die informellen Sitzungen während der GMDS-Jahrestagungen verzichtet der Arbeitskreis seit Jahren zugunsten der Beteiligung an den Symposien der AG Medizinische Dokumentation und Klassifikation (MDK). Die eigentlichen öffentlichen Aktivitäten des Arbeitskreises finden traditionell im Rahmen der Jahrestagungen der DGKJ statt. So veranstaltete der Arbeitskreis gemeinsam mit der Geschäftsstelle der DGKJ am 16.9.2016 auf der 112. DGKJ-Jahrestagung in Hamburg das mit rund 80 Zuhörern gut besuchte Symposium „Digital Health in der Pädiatrie“. Es wurde vom Generalsekretär der DGKJ, Dr. med. Karl-Josef Eßer, gemeinsam mit dem Arbeitskreisleiter geleitet.

    Eingangs berichtete B. Graubner, der AK-Leiter seit 1993, über die Entwicklung des 1973 von Prof. Dr. med. Victor Weidtman gegründeten und von diesem bis 1985 geleiteten Arbeitskreises. Sein Nachfolger war bis 1993 Dr. med. Fritz Lajosi. In diesem Vortrag skizzierte er die in den vergangenen mehr als vier Jahrzehnten geleisteten Arbeiten und gab einen Ausblick in die Zukunft. Kurz referierte er auch über die pädiatrisch wichtigen Änderungen in der ICD-10-GM 2017 und dem OPS 2017. Prof. Dr. med. Rainer Röhrig (GMDS, Leiter der Abteilung Medizinische Informatik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) stellte auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen die aktuelle Entwicklung auf dem Gebiet der Patientendatenmanagement-Systeme (PDMS) dar, die auch für die Pädiatrie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die beiden folgenden Vorträge beschäftigten sich mit medizinischen Apps (Applications) im klinischen und ambulanten pädiatrischen Alltag. Dr. med. Thomas Weisner (DGKJ, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Lübeck), demonstrierte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in den Krankenhäusern und verdeutlichte Probleme, die im Zusammenspiel mit den klinischen Informationssystemen bestehen. Dr. med. Martin Lang (BVKJ, Bayerischer Vorsitzender der Kinder- und Jugendärzte, Augsburg) stellte nicht nur nützliche Apps für die ambulant tätigen Pädiater vor, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten für Patienten und die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten. Er selbst ist an dem zukunftsweisenden Konsiliararzt-System „PädExpert“ beteiligt. Dr. rer. nat. Franken (Initiative Arzneimittel für Kinder e.V., Bonn), fragte provokativ „Wie viel Digitalisierung ist noch gesund?“ und stellte die Vorteile, aber auch die Gefahren des gegenwärtigen Wildwuchses dar. In seinem Schlussvortrag verdeutlichte Dr. med. Karl-Josef Eßer (Generalsekretär der DGKJ, Berlin) die große Bedeutung, die der Vorstand der DGKJ dem Thema Digital Health beimisst. Hier wird die Pädiatrie eigenständig tätig werden und hat deshalb vor einigen Monaten die Gründung einer AG „Digital Health in der Pädiatrie“ (AG DHP) vorgeschlagen, in die der AK IKJ überführt werden soll. Details der Vorträge einschließlich aller Präsentationen enthalten die Internet-Informationen des Arbeitskreises sowie die ebenfalls dort verfügbaren ausführlichen Berichte in den GMDS-Mitteilungen Nr. 3/2016 und in der Zeitschrift „Forum der Medizin_Dokumentation und Medizin_Informatik“ (mdi) Nr. 4/2016.

    Vorgesehene Aktivitäten 2017

    Die AK-Leitung und die zum Abschluss des Symposiums gebildete vorläufige Leitung der zu gründenden AG arbeiten seitdem an der Umsetzung dieses Plans. Für das Frühjahr 2017 ist ein Arbeitstreffen geplant, auf dem die nötigen Formalia vorbereitet werden, damit in der GMDS-Beiratssitzung am 17.9.2017 in Oldenburg ein entsprechender Beschluss gefasst und einige Tage später während der 113. DGKJ-Jahrestagung in Köln die AG DHP gegründet werden kann. Auch deren Leiter werden die drei den AK IKJ tragenden Organisationen repräsentieren, nämlich die DGKJ, die GMDS und den BVKJ (siehe dazu auch die Informationen in den GMDS-Mitteilungen Nr. 2/2016).

    Auf der 62. GMDS-Jahrestagung in Oldenburg (17.-21.9.2017) wird sich der AK informell wieder an der Sitzung der AG MDK beteiligen. Während der 113. DGKJ-Jahrestagung in Köln (20.-23.9.2017) veranstaltet der Arbeitskreis bzw. seine Nachfolge-AG DHP gemeinsam mit der DGKJ-Geschäftsstelle ein Symposium.

    AK-Mitglieder arbeiten aktiv an der Ausgestaltung der ICD‑10-GM einschließlich ihres Alphabetischen Verzeichnisses (Diagnosenthesaurus) sowie des OPS mit, sind in der DRG-AG der GKinD und im Konvent für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ tätig und stehen als Ansprechpartner in allen diesbezüglichen Fragen zur Verfügung. Die weitere Ausgestaltung der AK-Homepage auf den GMDS-Webseiten wird vorangetrieben (bisher erfolgen die Informationen hauptsächlich über die Homepage der AG MDK, mit der der Arbeitskreis seit Jahren eng kooperiert).