Arbeitskreis

Informationsverarbeitung in der Kinder- und Jugendmedizin (AK IKJ)

Ziele des Arbeitskreises

Der Arbeitskreis bietet eine gemeinsame Plattform für interessierte Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Er hat die Aufgabe, bestimmtes methodisches medizininformatorisches Wissen in die Pädiatrie hineinzutragen. Dabei konzentriert er sich aus historischen und aktuellen Gründen vor allem auf Probleme der medizini­schen Dokumentation und Klassifikation gemäß den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits auf Beiträgen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung der ICD‑10 bzw. ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesund­heitsprobleme, 10. Revision, German Modification) und des OPS (Operationen und Prozedurenschlüssel) und andererseits auf der Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu dieser The­matik. [Hinsichtlich aktueller Informationen über die medizinischen Klassifikationen und speziell die aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Klassifikationen ICD-10-GM 2015 und OPS 2015 sei auf die vom Arbeitskreis­leiter bearbeiteten vier Buchausgaben dieser Werke hingewiesen, die im Deutschen Ärzte-Verlag erschie­nen sind und u.a. eine umfassende Übersichtsarbeit zu dieser Thematik enthalten.]

Der Arbeitskreis richtet seine Bemühungen u.a. auf die Erstellung von kinderärztlichen Auszügen und Er­gänzungen der ICD‑10-GM, damit Kinder‑ und Jugendärzte die Diagnosenverschlüsselung möglichst pro­blemlos durchführen können. Als deren Ergebnis war im Jahre 2004 als umfassend revidierte Neuauflage des seit 2000 verfügbaren Diagnosenverzeichnisses von Michael Zinke unter Federführung von M. Zinke und B. Graubner die Broschüre „Diagnosenverschlüsselung in der Kinder- und Jugendmedizin 2004. Kurz­gefasster pädiatrischer Diagnosenthesaurus auf der Grundlage der ICD-10-GM 2004“ erschienen, die über den Berufsverband und die Arzneimittelfirma ratiopharm in mehr als 6.000 Exemplaren verteilt worden ist. Dieses Verzeichnis gab vor allem den ambulant tätigen Kinder- und Jugendärzten eine fachbezogene Ver­schlüsselungshilfe ihrer häufigsten Diagnosen und wurde auch in Kinderkliniken gern benutzt. Eine geplante Neuauflage konnte bisher nicht realisiert werden. Jedoch gibt es inzwischen entsprechende Veröffentlichun­gen des BVKJ und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI).

Tätigkeiten des Arbeitskreises

Tätigkeiten im Berichtszeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

Der Arbeitskreis bietet eine gemeinsame Plattform für interessierte Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ).

Er hat die Aufgabe, bestimmtes methodisches medizininformatorisches Wissen in die Pädiatrie hineinzutragen. Dabei konzentriert er sich aus historischen und aktuellen Gründen vor allem auf Probleme der medizinischen Dokumentation und Klassifikation gemäß den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits auf Beiträgen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung der ICD 10 bzw. ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) und des OPS (Operationen und Prozedurenschlüssel) und andererseits auf der Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu dieser Thematik. [Hinsichtlich aktueller Informationen über die medizinischen Klassifikationen und speziell die für 2016 gesetzlich vorgeschriebenen Klassifikationen ICD-10-GM 2016 und OPS 2016 sei auf die vom Arbeitskreisleiter bearbeiteten vier Buchausgaben dieser Werke hingewiesen (bei den beiden OPS-Ausgaben ab Version 2016 mit Unterstützung durch Prof. Dr. med. Jürgen Stausberg), Sie sind im Deutschen Ärzte-Verlag erschienen und enthalten u.a. eine umfassende Übersichtsarbeit zu dieser Thematik.]

Der Arbeitskreis richtete in früheren Jahren seine Bemühungen u.a. auf die Erstellung von kinderärztlichen Auszügen und Ergänzungen der ICD 10-GM, damit Kinder  und Jugendärzte die Diagnosenverschlüsselung möglichst problemlos durchführen können (siehe unsere vorherigen Jahresberichte). Diese Arbeiten sind in den Hintergrund gerückt, da es inzwischen entsprechende Veröffentlichungen des BVKJ und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) gibt.

Im Berichtszeitraum arbeiteten AK-Mitglieder aktiv an der Vorbereitung der ICD-10-GM 2016 sowie des OPS 2016 mit, was pädiatrischerseits von der DRG-AG der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und  abteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) koordiniert und überwiegend auch geleistet wird. Der Arbeitskreis ist darin durch seinen Leiter vertreten, der auch Mitglied der Arbeitsgruppen ICD und OPS des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist, die beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Klassifikation (DIMDI) eingerichtet sind. Ein wesentliches Arbeitsergebnis der von Dr. med. Nicola Lutterbüse ärztlich koordinierten DRG-AG war die Herausgabe der Version 2016 des „Kodierleitfadens Kinder- und Jugendmedizin“ (die erste Ausgabe war 2002 erschienen).

Auf die informellen Sitzungen während der GMDS-Jahrestagungen verzichtet der Arbeitskreis seit Jahren zugunsten der Beteiligung an den Symposien der AG Medizinische Dokumentation und Klassifikation (MDK). Die eigentlichen öffentlichen Aktivitäten des Arbeitskreises finden traditionell im Rahmen der Jahrestagungen der DGKJ statt. So veranstaltete der Arbeitskreis gemeinsam mit der DRG-AG der GKinD am 4.9.2015 auf der 111. DGKJ-Jahrestagung in München das gut besuchte Symposium "Qualitätssicherung für die Zukunft der Pädiatrie". Es wurde vom Arbeitskreisleiter gemeinsam mit dem Generalsekretär der DGKJ, Dr. med. Karl-Josef Eßer, geleitet.
Eingangs berichtete B. Graubner über die Änderungen in der ICD-10-GM 2016 und dem OPS 2016. Die vier Vorträge hielten Prof. Dr. med. Dominik T. Schneider (Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Dortmund): "Qualitätssicherung für die Zukunft der Pädiatrie", Dr. med. Nicola Lutterbüse (DRG-AG der GKinD): "Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen ‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER", Prof. Dr. med. Rainer Rossi (Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin -  Perinatalzentrum - des Vivantes Klinikums Berlin-Neukölln): "Versorgungsstrukturen und Ergebnisqualität perinataler Versorgung in Europa" und Dr. med. Dominik Ewald (Ärztlicher Leiter des Facharztzentrums am Westend, Frankfurt/M.): "Qualitätsindikatoren und Patientensicherheitsmanagement in der ambulanten Pädiatrie" (die Präsentation des Vortrages hatte kurzfristig Dr. med. Ralf Moebus, Bad Homburg vor der Höhe, übernommen).

Details einschließlich der Präsentationen siehe in den Internet-Informationen des Arbeitskreises, in dem ausführlichen Bericht in des GMDS-Mitteilungen Nr. 3/2015 sowie auf den DGKJ-Homepages.

 Vorgesehene Tätigkeiten im nächsten Jahr:

Auf der 61. GMDS-Jahrestagung in München (28.8.-1.9.2016: im Rahmen von HEC 2016 Health – Ex-ploring Complexity 2016 Joint Conference of GMDS, DGEpi, IEA-EEF, EFMI) wird sich der AK informell wieder an der Sitzung der AG MDK beteiligen.

Während der 112. DGKJ-Jahrestagung in Hamburg (14.-17.9.2016) veranstaltet der Arbeitskreis am 16.9.2016 gemeinsam mit der DGKJ-Geschäftsstelle das Symposium „Digital Health in der Pädiatrie“ (siehe www.dgkj2016.de). Aktuell gibt es Überlegungen, im Ergebnis dieses Symposiums den Arbeitskreis in eine Arbeitsgruppe „Digital Health in der Pädiatrie“ zu überführen, die gemeinsam von der DGKJ, der GMDS und dem BVKJ getragen wird (siehe dazu Infor-mationen in den GMDS-Mitteilungen Nr. 2/2016).

AK-Mitglieder arbeiten aktiv an der Ausgestaltung der ICD 10-GM einschließlich ihres Alphabetischen Verzeichnisses (Diagnosenthesaurus) sowie des OPS mit, sind in der DRG-AG der GKinD und im Konvent für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ tätig und stehen als Ansprechpartner in allen diesbezüglichen Fragen zur Verfügung. Die Einrichtung einer eigenen AK-Homepage im Internet wird vorbereitet (bisher erfolgen die Informationen über die Homepage der AG MDK, mit der der Arbeitskreis seit Jahren eng kooperiert).

Internet-Informationen über den Arbeitskreis

Über die GMDS-Homepage (http://www.gmds.de): Fachbereiche - Medizinische Informatik - Arbeitskreise oder direkt über http://www.gmds.de/fachbereiche/informatik/AGsundPGs/AK_Inform-Kinder-Jugendmedizin/AK_Inform-Kinder-Jugendmedizin.php. Detaillierte Informationen zurzeit noch über die Homepage der AG MDK: http://www.imbi.uni-freiburg.de/medinf/gmds-ag-mdk/.
Informationen auch über die DGKJ-Homepage (http://www.dgkj.de): Über uns - Struktur - Konvent oder direkt über http://www.dgkj.de/ueber_uns/struktur/konvent/.