Arbeitsgruppe

Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten (SIE)

Ziele der Arbeitsgruppe

Mit zunehmender Orientierung des Gesundheitswesens und seiner unterstützenden Informations- und Kommunikationssysteme auf Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit und der damit verbundenen Offenheit der Architekturen und ihrer Implementationen gewinnen Standards an Bedeutung.

Da über benutzte Hardware-Plattformen, Betriebssysteme, verwendete Programmiersprachen, Programmentwicklungsumgebungen und Datenbanken sowie eingesetzte Anwendungsformate kein Konsens zu erzielen ist, beschränken sich die Standardisierungsaktivitäten auf Spezifikationen, Architektur- und Designprinzipien zur Sicherung der Interoperabilität der sowie auf die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten. Interoperabilität ist dabei sowohl auf der Ebene der Anwendungssysteme als auch auf der Ebene der Daten zu gewährleisten.

Die GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” stellt sich der Herausforderung, die angesprochenen Standardisierungsinhalte und –aktivitäten zu begleiten und zu unterstützen, den Gegenstand, den Prozess und die Ergebnisse der Standardisierung zu verbreiten und damit zur Akzeptanz und Weiterentwicklung der "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” beizutragen.

Das Augenmerk der GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” gilt insbesondere der Information über diese Standards sowie ihrer Propagierung, Anwendung und Zusammenführung im Kontext der verschiedenen konkreten Anwendungsszenarien der Medizin. Dabei kooperiert die AG eng mit den anderen AG und PG der GMDS und gibt ihnen Scope-spezifische Unterstützung.

Die GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” unterstützt den Vorstand der GMDS, indem sie in seinem Auftrag Anfragen von sowie Gutachten und Stellungnahmen für nationale und internationale Standardisierungsgremien und andere Institutionen zum beschriebenen Tätigkeitsfeld erarbeitet.

Tätigkeiten der Arbeitsgruppe

Tätigkeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Die AG SIE unterstützt relevante Forschungsprojekte im Bereich der Standardisierung und Steigerung der Interoperabilität von eHealth-Systemen durch Verwendung internationaler Transport- und Semantikstandards. Unter anderem wirkt die AG SIE in der Arbeitsgruppe „1 LV“, organisiert durch den QMS e.V. (Qualitätsring Medizinischer Software), dem BDL e.V. (Bundesverband Deutscher Laborärzte) und ALM e.V. (Akkreditierte Labore in der Medizin), bei der Standardisierung eines einheitlichen Leistungsverzeichnisses mit Hilfe von LOINC (Logical Observations Identifiers Names and Codes) mit. In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Ärztlicher Diagnostikfächer unterstützt die AG SIE die Forderung an die Bundesregierung nach einer deutschen Mitgliedschaft bei SNOMED International. Die AG SIE arbeitet operativ bei dem Interoperabilitätsforum von IHE, HL7, DIN, BVitG mit, bei der sie unter anderem die Entwicklungen der „International Patient Summary“ (IPS) und der Medizininformatik-Initiative des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) aktiv unterstützt. Auf der conhIT-Satellitenveranstaltung 2017 organisierten die AG’s „Telemedizin“ (TMD), „Medizinmanagement (MMM) und die AG SIE gemeinsam einen Workshop zu dem Thema „Health 4.0 und Internet of Thing (IoT) - Disruption durch digitale Gesundheitsversorgung - Potentiale und Risiken moderner Gesundheitstechnologie“. Das jährliche Arbeitsgruppentreffen fand im Zuge der GMDS Jahrestagung 2017 in Oldenburg statt.

Am 20.09.2017 wurden diese Personen in Oldenburg gewählt:

Sylvia Thun (Leitung)
Elisabeth Pantazoglou (stellvertretende Leitung)
Christof Gessner (stellvertretende Leitung)

Folgende Inhalte sind für 2018 geplant:

  • Satellitensymposium CONHIT 2018 gemeinsam mit Medizinmanagement und Telemedizin
  • Mitwirkung an SITIG und Interoperabilitätsforum
  • Expertise zu VESTA der gematik 
  • Publikationsliste auf der Webseite der AG
  • Berichte/Whitepapers zu Schwerpunkt-themen erstellen und publizieren (v.a. Themenkomplex EPA, EGA, Patient Summary)
  • Begleitung der Aktivitäten zu „International Patient Summary“ (IPS)
  • Definition der Arten von Akten: z.B. ist die Tumordokumentation eine historische Aufzeichnung von Patientendaten
  • AG Interoperabilität der MI-Initiative soll eng mit dem Interoperabilitätsforum zusammenarbeiten
  • Terminologien: Synergien zwischen Pathologie und Krebsregistern besser nutzen
  • Ansprechpartner und Gruppen für internationales Engagement (z. B. FHIR, IHE Pathologie), Kontakte herstellen deutschen Fachgesellschaften und Organisationen
  • Zusammenarbeit mit QMS im Bereich Labordaten, Kontaktaufnahme mit AWMF-Gruppen zum Thema Labordaten und LOINC
  • Empfehlungen für Maßeinheiten und Größen (UCUM, C-NPU)
  • Mitarbeit EHTEL/ELO
  • Workshop zu Onkologie, Krebsregistern, Pathologiebericht und Interoperabilität

Die Arbeitsgruppe hat gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Telemedizin und Medizinmanagement im Rahmen der Satellitenveranstaltung der GMDS, die am Tag vor der conhIT abgehalten wurde, einen erfolgreichen Workshop zum Thema „X-Health für Bürger und Patienten“ veranstaltet. Die gmds AG SIE arbeitet operativ bei dem Interoperabilitätsforum von IHE, HL7, DIN, BVitG mit. Die Veranstaltungen finden vier Mal im Jahr statt. SIE unterstützt den jährlich statt findenden internationalen Kongress International HL7 Interoperability Conference (IHIC).

Am 9. September 2015 wurde als Leitung gewählt: Christof  Gessner  (Leiter),  Stellvertreter/innen:  Sylvia  Thun,  Elisabeth  Pantazoglou,  Justin  Doods. Frank Oemig scheidet aus persönlichen Gründen aus der Gruppe nach langjähriger Mitgliedschaft aus. Wir danken ihm herzlich für sein außerordentlich großes Engagement.