Arbeitsgruppen

Consumer Health Informatics (CHI)

eHealth Innovation Days in Flensburg

Die Projektgruppe führte im Rahmen der eHealth  Innovation Days 2017 einen halbtägigen Workshop mit dem Thema „Consumer-centered eHealth services – An interactive workshop focusing on different perspectives“ durch. Nach Veranstaltungen in Madrid 2015  und München 2016 war dies der dritte Workshop der Projektgruppe, der sich thematisch mit Chancen und Hürden von eHealth-Angeboten befasste. Die aktuelle Veranstaltung fokussierte sich hierbei auf Erfolgsfaktoren für die Einführung neuer eHealth-Angebote.

Nach einer kurzen fachlichen Einführung von Martin Wiesner und Vorstellung der Ergebnisse aus den vergangenen Workshop, stellte Oliver Heinze (phellow seven) Erfolgsfaktoren aus Sicht eines Start-ups vor.

Anschließend teilte sich das internationale Teilnehmerfeld auf drei Kleingruppen auf und erarbeitete Erfolgsfaktoren aus Sicht von a) Patienten, Bürgern und Familienangehörigen b) Forschern und c) Startups/Unternehmen.

In einer abschließenden Plenumsrunde wurden die Ergebnisse der Gruppen zusammengetragen und diskutiert. Dabei wurden auch Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern thematisiert. Beispielsweise vertrauen deutsche Akteure eher größeren Unternehmen mit einer beherrschenden Stellung am Markt, als kleineren Unternehmen oder Start-ups eine Chance zu geben.

Die Teilnehmenden waren sich einige, dass es oftmals nicht so sehr die technologischen Aspekte sind, die einen neuen eHealth-Service zum Erfolg führe. Vielmehr spielen „weiche“ Faktoren wie Vertrauen, Kontrolle, Emotionen und Kultur eine wichtige Rolle.

 

Die Organisatoren und Moderatoren des Workshops von links nach rechts: Veronika Strotbaum, Anna-Lena Pohl, Maria Hägglund, Oliver Heinze, Monika Pobiruchin, Björn Schreiweis, Martin Wiesner.

Ein Video mit Impressionen aus Flensburg finden Sie unter: https://www.youtube.com/watch?v=Tv-2wyH_CQ4

 Die interdisziplinär ausgerichtete AG Consumer Health Informatics (CHI) der GMDS beschäftigt sich mit von Bürgern generierten Gesundheitsdaten und untersucht, welche Nutzungsmöglichkeiten sich aus derartigen „Consumer Generated Data“ unter Beachtung der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen ergeben können. 

Workshop-Bericht

Können von Bürgern generierte Daten für die Versorgungsforschung nutzbar gemacht werden?
conhIT-Satellitensymposium 2017, Berlin, 24.04.17
Autoren: Monika Pobiruchin, Martin Wiesner

Hintergrund
Der Trend zur Selbstvermessung ist ungebrochen: Millionen von Smartphone-Nutzern zeichnen ihre täglichen Schritte, ihr Fitnessprogramm oder die verzehrten Mahlzeiten auf. Ist also jeder von uns ein potentieller Datenlieferant für die Forschung? Insbesondere die Versorgungsforschung benötigt möglichst realitätsnahe Daten von gesundheitsbewussten Bürgerinnen und Bürgern sowie Patienten, um bspw. die Effekte von Präventionsprogrammen im Alltag evaluieren zu können. Doch bis jetzt gibt es nur wenige Studien, die derartige „Consumer Generated Data“ für wissenschaftliche Fragestellungen nutzen. Ebenso gibt es keine Richtlinien oder Verfahrensbeschreibungen, wie mit derartigen Daten zu verfahren ist.

Ziel des Workshops war es, eine Brücke zwischen dem Gebiet der Consumer Health Informatics und der Versorgungsforschung zu schlagen und Forscher beider Disziplinen zusammenzubringen. Die Anforderungen der Versorgungsforschung an Routinedatensammlungen sollten neben aktuellen technischen Entwicklungen sowie den rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen thematisiert werden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des conhIT-Satellitensymposiums 2017 in Berlin statt.

Workshop-Bericht